Der Kater Teil 4

 Kater -Mythen

In den ersten drei Teilen ging es um den Kater selbst und was man dagegen unternehmen kann, um ihn zu lindern. Nun geht es um hartnäckige Mythen rund um den Kater, welche immer noch fest in den meisten Köpfen sitzen.

Trinkspiele Kater

  • Durcheinander trinken verstärkt den Kater. Ein klares „Jein“. Verschiedene Sorten zu trinken verstärkt den Kater nicht. Der erhöhte Konsum, wenn man durcheinander trinkt schon. Es geht dabei nur um die Menge an Alkohol die man zu sich nimmt. Entscheidend dabei ist was man trinkt. Klarer Schnaps hat den geringsten Anteil an Begleitstoffen und wird daher Nachgesagt nur wenig Nachwirkungen zu verursachen. Die Sprichwörter „Bier auf Wein lass sein.“ und „Wein auf Bier das rat ich dir.“ kommen allerdings aus einer Zeit in der es weniger um den Kater nach dem Trinken ging. Sondern um die Gesellschaftlichestellung. Bier war eher das Getränk der ärmeren Leute und Wein das der Reichen. So ist mit ein „Wein auf Bier“ der gesellschaftliche Aufstieg gemeint und mit „Bier auf Wein“ der Abstieg von der reichen Bevölkerungsschicht in die arme Bevölkerungsschicht.
  • Das „Konterbier“.  Viele Schwören auf die Wirkung des Konterbieres, auch wenn es eklig ist. Die erhoffte Wirkung tritt auch erst mal ein. Aber der Kater wird damit nur zeitlich verschoben. Da der Kater erst beginnt wenn der Alkohol im Körper abgebaut ist. Der Körper wird in der Phase der Erholung damit gleich wieder belastet. Zudem können derartige Muster schnell zu einer Abhängigkeit führen.
  • Die Sauna. Das Ausschwitzen in der Sauna soll auch zum schnelleren Abbau des Alkohols im Blut führen. Allerdings wird der Alkohol nicht mit dem Schweiß abgegeben sondern verbleibt im Körper. Das Schwitzen kann sogar negative Folgen haben, da es die Dehydratation noch verstärken kann.
  • Kaffee zum wach werden. Bei einem Kater soll Koffein beim Abbau des Blutalkohols helfen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Der Alkoholspiegel bleibt unverändert und der Kater wird auch nicht besser. Man fühlt sich kurzfristig fitter, der Körper wird aber dadurch nur noch mehr belastet. Bei Personen mit Kreislaufschwäche kann es sogar zu einem Kollaps führen.

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